M-Mystisches Markuahuasi

Hola hola,

seit dem letzten Post ist schon zieeeemlich viel Zeit vergangen, aber das liegt daran, dass wir auch wieder richtig viel erlebt haben! Deshalb müssen wir die Zeit jetzt bis zum 3. und 4. Dezember zurückspulen, als wir mit der ganzen Truppe nach Marrkahuasi gefahren sind.

Markahuasi ist eine Hochebene vulkanischen Ursprungs auf 4.000m in den Anden. Durch die Laune der Natur verformten sich die gewaltigen Felsbrocken, sodass verschieden Formen und Figuren im Stein erkennbar sind.

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Monumento De La Humanidad

Schon alleine die Anreise war das reinste Abenteuer. Zu neunt starteten wir um 4:30 in Lima, um dann mit einem klapprigen Stadtbus eine ewig lange Schotterpiste immer weiter ins Gebirge hineinzufahren. Diese „Schotterpiste“ müssen wir an dieser Stelle noch ein bisschen genauer beschreiben: Sie schien einfach nur wie eine Kerbe in den Berg hineingehaut worden zu sein, ungefähr zwei Meter breit, rechts eine gewaltig tiefe Schlucht und links ungesicherter Geröllhang. Der Busfahrer war unserer Meinung nach DEFINITIV nicht kompetent genug, um die unzähligen Kurven richtig ausfahren oder generell das Fahrzeug auf der schmalen Straße lenken zu können.

Doch die fantastische Aussicht und die gute Gesellschaft ließen uns die mahnenden Worte unserer Eltern schnell vergessen, sodass uns nur die unzähligen Kreuze am Wegesrand an die Gefahr erinnerten…

Ganz durchgeschüttelt und mit einem Bärenhunger genossen wir das Essen in einem kleinen einheimischen Restaurant in San Pedro Casta, bis unsere Freude einen „oargen“ Dämpfer erhielt:

Katjas Geldtasche war weg. Mit allen Karten und dem gemeinsamen Geld. Nach langem Suchen gaben wir die Hoffnung auf ein Wiedersehen auf und wünschten dem neuen Besitzer das Gelbfieber an den Hals.

So begaben wir uns ohne die Geldtasche auf den langen und beschwerlichen Weg nach Markahuasi, begleitet von zwei Eseln, die unser halbes Gepäck tragen durften. Da ihr nicht live dabei wart, müssen wir euch unsere Leidensgeschichte GENAUESTENS nacherzählen:

WIR MUSSTEN UNSERE RUCKSÄCKE SELBST TRAGEN UND ZWAR FÜNF STUNDEN LANG, KONNTEN NIE PAUSE MACHEN, WEIL WIR DIE LETZTEN WAREN, HABEN GESCHWITZT WIE DIE FACKLEN UND SCHNAUFTEN WEGEN DER HÖHE WIE NASHÖRNER!!!!!!!!!!!!!!

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Für ein bezauberndes Fotolächeln hatten wir natürlich genug Energie 😉

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Und sie warten und warten…

 

(Apropos Höhe…

Wir haben am eigenen Leib erfahren, was das Fehlen von Sauerstoff auf dieser Höhe mit einem macht. Sport machen geht gar nicht, denn schon nach ein paar Metern Laufen, fühlt man sich wie ein altes Ömchen!

Und wir haben am eigenen Leib erfahren, warum man keinen Alkohol auf dieser Höhe trinken sollte…)

Schlussendlich haben auch wir’s geschafft – und verliefen uns prompt in der Weite auf dem 4 kmgroßen Steinplateau. Doch unser treuer Weggefährte Taco (ein zugelaufener Hund) führte uns schließlich auf den rechten Pfad, sodass wir unseren Zeltplatz, der aussah wie ein Mondkrater, noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichten.

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Da gerade nicht Saison war, hatten wir den Platz ganz für uns alleine. Und dann ging die Sonne unter.

Wir standen am Rande der gigantischen Felsen, mit dem Blick über das ganze Tal, das in ein einziges spektakuläres Farbenmeer getaucht wurde. Hier oben fühlte es sich an, als wäre die Welt da unten gleich weit entfernt, wie die aufgehenden Sterne über uns. In dem Moment, als wir ganz vorne mit ausgebreiteten Armen standen, hatten wir das Gefühl fliegen zu können.

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Das Lagerfeuer durfte hier natürlich auch nicht fehlen, auf die wirklich grausigen Würstchen hätten wir aber verzichten können! Nach einer kargen Mahlzeit, die aus Marshmallows und Keksen bestand, krochen wir in unsere Zelte und kuschelten uns in die Schlafsäcke.

Und die Nacht wurde tatsächlich bitterbitterkalt, sodass wir froh waren, als endlich der Morgen anbrach!

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Auf dem Heimweg

Kurz vor Mittag machten wir uns auf den Weg ins Dorf hinunter, wo wir geplant hatten, den Bus nach Hause zu nehmen. Doch dieser hatte beschlossen eine Stunde früher zu fahren und so saßen wir nun auf der Straße, mit Rucksack, Zelt und Hund!

Eine Frau aus dem Dorf erbarmte sich schließlich unserer und fragte mal schnell einen Bekannten mit einen Pick-up, ob er uns nicht noch ins Tal hinunterfahren könnte.

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Im Fahrzeug selbst hatten nur sechs Personen Platz, der Rest wurde einfach auf die hintere Ladefläche (auf die VIP-Plätze mit Panoramablick) verfrachtet! Und so holperten über den Weg hinunter und fielen erst am Abend müde in die warmen (!) Betten.

Schöne letzte Adventtage aus dem sonnigen Lima,

Katja y Lena

 

 

 

 

Ein Kommentar zu „M-Mystisches Markuahuasi

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  1. Meine lieben Mädels, das sind atemberaubend schöne Bilder!!! Ihr habt wieder mal sehr lustig und unterhaltsam geschrieben! Aber ich werde morgen in die Kirche gehn Kerzen anzünden…mir wird schon schwindlig beim ansehen😬!! PASST GUT AUF EUCH AUF!!!! Und genießt es…😊! Ich umarm euch!😘❤🍀

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